Vorgeschichte

Die Wurzeln der Europäischen Föderalistischen Bewegung (EFB) gehen auf die Aufbruchsstimmung nach 1945 zurück. In diesen Nachkriegsjahren stürmten junge Menschen die deutsch-französische Grenze bei Straßburg und demonstrierten für ein vereintes Europa. Am 6. August 1950 verbrannten 300 Junge EuropäerInnen am Grenzübergang Sankt Germanshof (Südpfalz) die Grenzpfähle – ein Bild, das um die Welt ging. Drei Monate später protestierten 5000 Junge EuropäerInnen, die ohne Pass und Visum über die Grenze gekommen waren, vor dem Europarat in Straßburg. Daraus entstand der Bund Europäischer Jugend (BEJ), der sich später in Junge Europäische Föderalisten (JEF) umbenannte. Im Dezember 1946 wurde darüber hinaus die Union Europäischer Föderalisten in Paris gegründet.

Inspiriert war die politische Ausrichtung dieser neuen Bewegung durch gesellschaftliche Strömungen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf ein gemeinsames Europa setzten. Grundlegend für ihren Kern-Gedanken des „Europäischen Föderalismus“ war unter anderem das „Manifest von Ventotene“ (1941), das von italienischen Antifaschisten, darunter Altiero Spinelli, verfasst worden war.

Eine weitere inhaltliche Grundlage stellte das „Hertensteiner Programm“ dar, welches 1946 im schweizerischen Hertenstein auf einer Konferenz von föderalistischen Vertretern aus vierzehn europäischen Ländern ausgearbeitet wurde. Dessen 12 Thesen plädierten dafür, eine europäische Föderation zu bilden, an welche die beteiligten Staaten einen Teil ihrer wirtschaftlichen, politischen und militärischen Souveränitätsrechte übertragen sollten. Dadurch sollte garantiert werden, dass zwischenstaatliche Streitigkeiten gewaltfrei geschlichtet werden. Diese Föderation sollte den geeigneten Rahmen darstellen, um Europa wieder aufzubauen, es zu demokratisieren und die Entwicklung auf wirtschaftlichem, sozialem und kulturellem Gebiet friedlich voranzutreiben.

Zeitleiste Österreich

1947
Am Gründungskongress der Union of European Federalists am 27.-30.8.1947 in Montreux nahm als Vertreter Österreichs Rudolf Lewandowski von der Europa-Union Wien teil. Diese Europa-Union Wien trat später der EFB Österreich bei und ihr Obmann Dr. Kurt Rischka wurde Wiener Landesobmann der EFB.

1951
Im Jahr 1951 erfolgte die Gründung der „Europäischen Aktion Österreich“ in Gmunden. Wegen der damals noch herrschenden Besatzungszeit war die Gründung bewusst in Oberösterreich in der amerikanischen Besatzungszone vorgenommen worden, der Sitz befand sich in Linz. Landesverbände wurden in Wien und Kärnten gegründet. Geschäftsführender Präsident war Viktor Vitali, der auch den Wiener Landesverband leitete. In Kärnten präsidierte Zeno Graf Goess, derr auch Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes in Kärnten war. In Oberösterreich vereinigten sich die „Europäische Aktion“ mitt der „Europäischen Einigungsbewegung“ (EEB); neuer Präsident wurde der spätere Linzer Gemeinderat Florian Schöffl von der VOEST-Linz.

1955

Am 16.1.1955 wurde der Bundesverband EFB Österreich errichtet. Die Gründung der Landesverbände Steiermark der EFB und des BEJ erfolgte am 31.1.1955 im Grazer Palais Attems. Landesrat Karl Brunner aus Murau wird zum Landesobmann der EFB, der Geschäftsführer des Wirtschaftsförderungsinstitutes der Wirtschaftskammer Steiermark Dr. Otto Steidler zum geschäftsführenden Landesobmann und der spätere Schulleiter Max Wratschgo zum Landesobmann des BEJ gewählt. Im Juni 1955 organisierte der Landesverband Steiermark des BEJ sein 1. Internationales Jugendtreffen in Rimini mit einem Empfang durch die beiden Präsidenten von San Marino. Das 1. Internationales Jugendtreffen des BEJ Österreich fand am 1.-12. Juli 1955 in Trautenfels/Steiermark statt. Gäste waren Wolfgang Kanngießer, Präsident der JEF, DI Viktor Ott, Bundesobmann des BEJ, und Ilse Tramontana, Generalsekretärin des BEJ Wien. Landeshauptmann ÖR Josef Krainer stattete einen Besuch ab und sicherte seine Unterstützung beim Aufbau des BEJ-Steiermark zu. Im November 1955 wird Gerhard Pack aus Klagenfurt zum Bundesobmann des BEJ Österreich gewählt.

1956

Die EFB Steiermark pachtet das Schloss Forchtenstein in Neumarkt, um es zu einem Europahaus auszubauen. Im Herbst besucht der ehemalige französische Ministerpräsident Dr. Robert Schuman das Europahaus Neumarkt und gibt als Widmung mit auf den Weg: „Möge diese Burg im eigentlichen und im übertragenen Sinne des Wortes eine Festung des europäischen Gedankens sein“. Im November 1956 werden nach dem Ungarischen Volksaufstand über 50 Flüchtlinge im Europahaus Neumarkt einquartiert.

1957

Am 7.7.1957 erfolgt die Eröffnung des „Karl-Brunner-Europahauses“ in Neumarkt/Steiermark als erstes Österreichisches Europahaus. Die Festreden halten Landeshauptmann ÖR Josef Krainer und der Präsident der JEF Dr. Heinrich Schneider. Das erste Europäisches Jugendtreffen im Europahaus Neumarkt/Steiermark findet am 14.7.1957 statt.

1958

Am 17.02.1978 erfolgt die offizielle Eintragung des heutigen Landesverbands EFB Oberösterreich in das Vereinsregister; der Verband ist bis heute sehr aktiv.

1959

Am 18.1.1959 gründet sich die EFB Wien. Dr. Otto Steidler wird dann am 23.5.1959 in Wien zum Bundesobmann der EFB Österreich gewählt. Ehrenpräsidenten werden Zeno Graf Goess aus Ebenthal/Kärnten und Landesrat Karl Brunner aus Graz. Im Oktober 2959 wurden zum ersten Mal Wahlen zum Kongreß des Europäischen Volkes (KEV) ausgerufen.

1960

Seit Jänner 1960 geben EFB und BEJ 6mal jährlich die Europastimme heraus.

1963

Postraketenflug am 12.1.1963 vom Europahaus Neumarkt nach Mariahof anlässlich der astrophilatelistischen Ausstellung im Europahaus. Im Juli 1963 wird Max Wratschgo wird zum Präsidenten der JEF Europa (damals Movimento Federalista Europeo mit Sektionen in Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien und Österreich) gewählt.

1964

Landtagspräsident Karl Brunner, Ehrenpräsident der EFBÖ und Landesobmann der EFB Steiermark, stirbt unerwartet 3.4.1964. Sein Nachfolger als Landesobmann wird Landesrat Anton Peltzmann. Eine Sternfahrt der europäischen Föderalisten am 25.7.1964 führt zum Karl Brunner Europahaus Neumarkt. Die ersten Feldbacher Europagespräche zum Thema „Österreich, die Neutralität und das Vereinte Europa“ mit Prof. Dr. Franz Nemschak, Leiter des österreichischen Institutes für Wirtschaftsforschung, Wien, und Claus Schöndube findet am 6.11.1964 statt. Die Europagespräche finden seither jährlich statt.

1965

Am 14.6.1965 erfolgte die Gründung eines Landesverbandes in Burgenland, der über viele Jahrzehnte aktiv war. Letzter Obmann war Mag. Martin Zsivkovits.

1966

Am 5.5.1966 gibt es erstmals in Österreich Veranstaltungen anlässlich des Europatages des Europarates. Zu Pfingsten 1966 startet die erste Grenzaktion der europäischen Föderalisten beim Grenzübergang Arnoldstein -Tarvis. Dabei werden 10.000 Flugblätter verteilt. Die Idee stammt von Otto Greiner und Willibald Richter. Am 16.7.1966 erfolgt die Verleihung des vom Europarat gewidmeten Europahaus-Schildes an das Europahaus Neumarkt/Steiermark. Die Enthüllung nimmt als Vertreter des Europarates Dr. Alois Larcher vor. Die Festrede hält Altbundeskanzler Dr. Alfons Gorbach. In Linz gründeten Christoph Leitl und Gerhard Stürmer den „Europaklub“, der regelmäßig bis zu 500 Personen erreichte.

1967

Die Union of European Federalists beschließt, zu Pfingsten (12.-15.5.1967) unter dem Motto „Grenzen überwinden – alle Europäer wollen reisen ohne Grenzkontrollen“ europaweit an ca. 50 Grenzstellen Grenzaktion ähnlich jener in Österreich durchzuführen. Dieser Wunsch wurde erst viele Jahre später durch das Abkommen von Schengen verwirklicht. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Europahauses Neumarkt enthüllt der Präsident des Europäischen Parlaments Alain Poher am 16.7.1967 ein von Prof. Rudolf Zilli gestaltetes Relief Robert Schumans. Die Festrede hält Landeshauptmann ÖR Josef Krainer.

1968

Am 1.-4.6.1968 wird das erste internationales Seminar „Eine Währung für Europa“‚ im Europahaus Neumarkt organisieret. Am 26.04.1968 wird der Kärntner Landesverband gegründet. Die zweite europaweite Grenzaktion, wird zu Pfingsten 1968 unter dem Motto ,,Eine Währung für Europa“ durchgeführt. Es wurde bereits der Name „Euro“ vorgeschlagen, symbolische Euro-Münzen wurden geprägt. Am 13.-16.6.1968 wird dann auch das erste internationale Minderheitenseminar der EFB und des BEJ im Europahaus Neumarkt abgehalten. Das Hauptreferat hält Univ. Prof. Dr. Guy Héraud. Die Minderheitenseminare fanden seither viele Jahrzehnte lang statt.

1970

Am 15.1.1970 wird der Bund Europäischer Jugend wird in den Österreichischen Bundesjugendring aufgenommen. In Oberösterreich startet die Herausgabe der Zeitschrift „Wir Europäer“.

1971

Der Landesverband Vorarlberg (bis heute mit Namen „Europa-Union Vorarlberg“) wurde am 12.2.1971 von Dr. Grete Rhomberg und interessierten Vordenkern in Dornbirn gegründet.

1972

Über 65.000 Unterschriften wurden in Österreich für einen „Europäischen Bildungsvertrag“ gesammelt. Diese wurden Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky überreicht.

1973

Der niederösterreichische Landesverband der EFB gründet sich am 12.6.1973 und war in der Folge über viele Jahre aktiv, zuletzt mit Unterstützung aus Oberösterreich.

1974

Am 7.12.74 stirbt der langjährige Bundesobmann der EFBÖ Dr. Otto Steidler. Max Wratschgo übernimmt die Geschäfte des Bundesobmannes der EFBÖ.

1975

Am 1.1.1975 kauft die Europäische Föderalistische Bewegung Steiermark das Schloss Forchtenstein – Europahaus Neumarkt. In der Handelskammer Linz übergibt am 15.12.1975 Josef Prosser die Obmannschaft der EFB Oberösterreich an Christoph Leitl.

1976

Bei den Generalversammlungen der EFBÖ und des BEJÖ in am 6.11.1976 in Keutschach/Kärnten wird ein politisches Programm („Keutschacher Programm“) beschlossen. Max Wratschgo wird zum Bundesobmann der EFBÖ und Karl Menzinger zum Bundesobmann des BEJÖ gewählt.

1977

Am 15.7.1977 erfolgt die Jubiläumsveranstaltung ,,20 Jahre Europahaus Neumarkt“ in Anwesenheit von Dr. Ernst Albrecht, Ministerpräsident von Niedersachsen und Landeshauptmann Dr. Friedrich Niederl. Die Festrede hält Prof. Claus Schöndube.

1982

Die Festveranstaltung ,,25 Jahre Karl Brunner Europahaus“ wird am 17.7.1982 mit Bundespräsident Dr. Rudolf Kirschschläger und Landeshauptmann Dr. Josef Krainer ausgerichtet.

1981

Zum ersten Mal wird das Europa-Forum Neumarkt am 19.-21.7. 1981 ausgetragen. Bis heute ist diese Veranstaltung ein jährlicher Fixpunkt im Juli.

1987

Die Jubiläumsveranstaltung ,.30 Jahre Europahaus“ 17.7.1987 hat mit Ministerpräsident Dr. Ernst Albrecht, Landeshauptmann Dr. Josef Krainer, Landtagspräsident Franz Wegart, Landeshauptmannstellvertreter Prof. Kurt Jungwirth und Prof. Claus Schöndube eine illustre Festgemeinde.

1989

Bettina Mähr aus Wien, wird einstimmig zur Bundesvorsitzenden des BEJ/JEF gewählt, Mag. Karl Menzinger wird Generalsekretär.

1991

Sabine Radl, Wien wird einstimmig zur Bundesvorsitzenden des BEJ/JEF gewählt.

1994

Am 4. Juni 1994 erfolgt die Volksabstimmung über den EU-Beitritt. 66,6 % der Österreicher sprechen sich für den Beitritt aus. EFB und BEJ organisieren davor zahlreiche Informationsveranstaltungen.

1995

Am 4.2.1995 wird mit Landeshauptmann Dr. Josef Krainer, dem Grazer Bürgermeister Alfred Stingl und den Festrednern Erhard Meier, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Mag. Ludwig Rader, Leiter der EU-Abteilung der Landesregierung sowie Prof Claus Schöndube das Jubiläum ,,40 Jahre EFB und BEJ Steiermark“ gefeiert. Am 15.7.1995 wird Matthias Waldis aus Wien einstimmig zum Bundesobmann des BEJ/JEF gewählt.

1996

Im Rahmen der Generalversammlungen der EFBÖ und des BEJÖ im Europahaus Neumarkt am 14.7.1996 wird die Neufassung des „Politischen Programms“ der EFBÖ und des BEJÖ einstimmig beschlossen. Am 13.10.1996 finden schließlich die ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament statt. Die EFB und der BEI organisieren zuvor zahlreiche Informationsveranstaltungen.

1997

Zur Jubiläumsveranstaltung ,,40 Jahre Europahaus – Das Europahaus und die Herausforderungen der EU im neuen Jahrtausend“ am 12.7.1997 wird mit Präsident Prof. Kurt Jungwirth, Ursula Stenzel, Mitglied des Europäischen Parlaments, Landesrat Günter Dörflinger sowie Landeshauptmann Waltraud Klasnic diskutiert. Eine Ausstellungen der EFB und des BEJ mit dem Titel „Vom Schilling zum EURO – Der Schilling geht – ein starker EURO kommt“ zu 8 Garnituren mit 80.000 Begleithefte bereitet auf die gemeinsame europäische Währung vor.

1998

Im November 1999 erfolgt die erste Auflage der Ausstellung „Die Erweiterung der EU“. Dabei werden die Staaten vorgestellt, mit denen die EU zu diesem Zeitpunkt eine Mitgliedschaft verhandelt: Estland, Polen, Tschechische Republik, Ungarn, Slowenien, Zypern.

1999

Die Ausstellung ,,50 Jahre Europarat“ wird vom Präsidenten des österr. Nationalrates Dr. Heinz Fischer, am 5. Mai 1999 im Wiener Parlament eröffnet. Im November wird anlässlich der Generalversammlungen der EFB und des BEJ Maria Rathgeb zur Bundesvorsitzende des BEJ/JEF gewählt. Max Wratschgo wird als Bundesobmann der EFB wiedergewählt.

2000

Die Feier ,,45 Jahre EFB und BEJ Steiermark“ findet im Palais Attems statt. Im April 2000 erfolgt eine zweite Auflage der Ausstellung und Broschüre „Die Erweiterung der EU“.

2001

Am 11.11.2001 findet eine Großveranstaltung mit dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Kommission Jacques Santer in Linz statt. Peter Stempel wird zum Bundesobmann des BEJ/JEF gewählt. Im Dezember 2001 erfolgt die dritte Auflage der Ausstellung und Broschüre „Die Erweiterung der EU“ (insgesamt 18 Ausstellungen, 100.000 Broschüren). 2001 wurde auch Peter Strempel zum Bundesobmann des BEJ/JEF gewählt.

2002

Am 13.7.2002 wird ,,45 Jahre Europahaus Neumarkt/Steiermark“ mit Festrednerin Landhauptmann Waltraud Klasnic gefeiert.

2003

Am 9.11.2003 wird Daniel Gerer zum Bundesobmann des BEJ/JEF in Linz gewählt. Nach über 30 Jahren übergibt Dr. Grete Rhomberg die Obmannschaft der Europa-Union Vorarlberg an den ehem. Dornbirner Stadtrat Rudolf Fischer.

2005

Feier ,,50 Jahre EFB und BEJ/JEF Steiermark“ am 16.2.2005 im Weißen Saal der Grazer Burg mit Festschrift. Im Mai 2005 erfolgt Ausstellung „Das Europa der 25 – Quo vadis Europa“. Am 14.10.2005 widmen sich die 40. Feldbacher Europagespräche dem Thema „Reformaussichten für die erweiterte Europäische Union“.

2006

Im November erfolgt die Herausgabe eines neuen Grundsatzprogrammes der EFB und des BEJ/JEF, das sich der Ausarbeitung einer „Europäischen Verfassung“ sowie der Verwirklichung eines „Europäischen Bundesstaates“ widmet. Federführend an der Überarbeitung waren die Altminister Dr. Friedhelm Frischenschlager, Dr. Willibald Pahr sowie Daniel Gerer, Günter Lindner, Mag. Karl Menzinger, Präsident Josef Schantl, OSR Erich Wörister und Max Wratschgo. In Vorarlberg übernimmt Dr. Anton Schäfer die Leitung des Landesverbandes.

2007

Das bereits 40. internationale Minderheitenseminar in Neumarkt findet am 25.-28.05.2007 statt und es erfolgt die Herausgabe der Broschüre ,,40 Jahre Minderheitenseminare – Lebendige Vielfalt“. Das Jubiläum ,,50 Jahre Karl Brunner Europahaus Neumarkt/Steiermark“ wird am 14.07.2007 begangen. Im November 2007 startet die Wanderausstellung „Europa und Schengen“ mit dazugehörigem Begleitheft. Am 17.11.2007 wird Dr. Friedhelm Frischenschlager in St. Magdalena bei Linz zum neuen Bundesobmann der EFB gewählt. Die EFBÖ erhält neue Vereinsstatuten, ähnlich denen der UEF. Max Wratschgo wird zum Ehrenobmann ernannt.

2012

Die EFBÖ verabschiedet am 17.11.2012 in St. Magdalena b. Linz ein neues Grundsatzprogramm

2015

Am 13.2.2015 hielt Kommissar Johannes Hahn den Festvortrag anlässlich der Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag der EFB im Landtagssaal in Graz.

2017

Anfang März 2017 übernimmt Judith Michael von Gerhard Leitner die Präsidentschaft der EFB Kärnten. Beim ordentlichen Bundeskongress der EFBÖ in Wien (Museumsquartier) wurden am 14.3.2017 BM. DI. Andrä Rupprechter zum Präsidenten der EFBÖ gewählt. Im März findet anlässlich des 60. Geburtstags der Römer Verträge der „March for Europe“ in Rom statt – mit dabei eine starke Abordnung aus Österreich. Im November 2017 besuchen rund 150 Gäste das Kamingespräch der EFB Oberösterreich in Linz mit Referenten Jörg Wohjahn.

2018

Das Kamingespräch der EFB Oberösterreich im November 2018 in Linz sieht über 170 Besucher, es diskutieren Othmar Karas und Christoph Leitl über die Zukunft Europas. Am 11.12.2018 wird Harry Koller neuer Präsident der EFB in Kärnten. Im Jahr 2018 heben mit großem persönlichen, aber auch finanziellem Einsatz Christoph Leitl, Georg Spiegelfeld-Schneeburg, Gerhard Stürmer, Christian Buchmann, Max Wratschgo die Stiftung „EYFON – European Youth Forum Neumarkt“ aus der Taufe. Die EFB Steiermark übergibt der gemeinnützigen Stiftung das Eigentum an Schloss Forchtenstein in Neumarkt/Steiermark, die als Erhalter des
Hauses Mittel für notwendige Bauvorhaben und Sanierungen zur Verfügung stellen wird.

2019

Zu Jahresbeginn 2019 erfolgt ein Generationswechsel an der Spitze der Europäischen Föderalisten in der Steiermark. Landtagspräsident a.D. Prof. Franz Majcen übergab nach 13 Jahren im Beisein von Ehrenobmann Max Wratschgo die Führung der Organisation in die Hände von Andreas Weber. Im Dezember wird EFB-Ehrenpräsident Christoph Leitl der Präsident der Europäischen Bewegung Österreich.

2020

Am 3.3.2020 übergibt Präsident Dr. Christoph Leitl nach 45 Jahren Obmannschaft die EFB Oberösterreich an Johannes Seiringer.

Personen

Ehemalige Bundesvorsitzende und Präsidenten

Bis Jänner 2018 war Herr Dipl.-Ing. Andrä Rupprechter, ehem. Bundesminister für Landwirtschaft, unser Präsident. Seit seiner Rückkehr als Regierungsberater bzw. Direktor in den Rat der Europäischen Union ist unsere Präsidentenfunktion vakant. Zuvor waren über viele Jahre Dr. Friedhelm Frischenschlager, ehem. Bundesminister für Landesverteidigung, der steirische Lehrer und Europa-Aktivist Max Wratschgo sowie Dr. Otto Steidler, Geschäftsführer des Wirtschaftsförderungsinstitutes der Wirtschaftskammer Steiermark, in dieser Funktion tätig.

Geehrte Mitglieder und Unterstützer

Über viele Jahrzehnte hinweg hat die EFB Österreich verdiente Mitglieder und Unterstützter für ihre unermüdlichen Bemühungen um die Einigung des europäischen Kontinent mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Vorarlberg

  • Dr. Grete Rhomberg †
  • Stadtrat a.D. Rudolf Fischer (2008)

Niederösterreich

  • Dir. OSR Hans Schöllauf

Kärnten

  • Präsident Karl Kircher †
  • NR Dr. Josef Maderner †
  • Präsident Hans Pawlik
  • Dir. Paul Rösch
  • Präsident Wolfgang Mayrhofer
  • Präsident Josef Schantl
  • Hans Stritzl
  • Hilde Sabitzer
  • Nikolaus Lanner (Nov. 05)
  • Dr. Johannes Maier (2008)

Salzburg

  • Dr. Franz Kutzera

Burgenland

  • HR Hermann Halbritter †

Tirol

  • OSR Erich Wörister (2008)

Steiermark

  • HR Dir. Erhard Dzimirsky †
  • Dir. Adolf Schauperl †
  • Präsident Prof. Dr. Eduard Moser †
  • Bundesrat Dr. Josef Reichl †
  • Altbgm. Karl Kranz
  • Altbgm. Matthias Edlinger
  • Günter Novak
  • Prof. Kurt Jungwirth
  • HR Dr. Rudolf Grasmug
  • HR Dr. Wulfing Rajakovics
  • Wolfgang Wratschgo
  • Max Wratschgo †
  • Mag. Karl Menzinger (2001)
  • Karl Modes (2003)
  • Dir. Erhard Meier (16.2.05)
  • Dr. Helmuth Kreuzwirth (16.2.05)
  • Franz Pieber (Jänner 2006)
  • Claus Schwarz (17.05.06)
  • Christine Hofmeister (2008)
  • Mag. Hans Trsek, Weiz (2008)
  • Oskar Schauritsch, Leutschach (2009)

Wien

  • Dr. Bruno Buchwieser †
  • Botschafter Dr. Willfried Gredler †
  • BM a.D. Dr. Willibald Pahr
  • Ministerialrat Mag. Ernst Popp
  • Dr. Heinz Tichy (15.07.06)
  • Dr. Heinrich Neisser, Wien (2008)
  • Karl-Heinz Nachtnebel, Wien (2009)
  • Mag. Sonja Ziegelwagner, Wien (2009)

Oberösterreich

  • Josef Prosser †
  • Vbgm. Franz Samhaber †
  • Stadtrat Hugo Wurm †
  • Vbgm. Carl Hödl
  • Bischof Maximillian Aichern
  • Konsulent Josef Bauernberger
  • KR Adolf Mastny
  • Dr. Gerhard Stürmer
  • Julius von Boetticher †
  • RR Heinz Merschitzka
  • RR Paul Kordik
  • Dr. Franz Seibert
  • Dr. Franz Kremaier (2001)
  • Ernst Pfeiffer (2003)

Deutschland

  • Prof. Claus Schöndube †
  • Bruno Kraft †
  • Dr. Hort Denzer
  • Dr. Otto Schmuck (2003)

Ungarn

  • Dr. Jozsef Vegh
  • Honorarkonsul Imre Somogyvari
  • Jozsef Lantos (23.11.2000)

Rumänien

  • Erwin Tigla (2001)
  • Prof. Gheorghe Magas (11/2007)
  • DI Karl Lupsiasca (10.05.08)

Bulgarien

  • Margarita Tzankova (25.05.07)

Slowakei

  • Dr. Alexander Varga (25.05.07)

Periodika

  • „Rundbriefe“ – früheres Mitteilungsblatt (erschien seit 1955)
  • „Europastimme“ – Zeitung der EFB/JEF Österreich (erscheint seit 1960 6x jährlich gedruckt)
  • „Wir Europäer“ – Mitteilungsblatt der EFB/JEF Oberösterreich (erscheint seit 1070)
  • „Föderalistische Ansichten“ – frühere Zeitung der EFB/JEF Wien
  • „Europäische Perspektiven“, vormals „Alles für Europa“ – frühere Zeitschrift für internationale Zusammenarbeit (hg. v. Europahaus Neumarkt, EFB, JEF, Landesjugendreferat der stmk. Landesregierung)
  • „Europaeus“ – frühere Zeitschrift der Europäischen Studentenvereinigung (EStÖ) Österreichs und des Europazentrums Graz

Quellen

  • Archive EFB und JEF Österreich sowie der Landesverbände
  • Waldemar Hummer (2015): Politikwissenschaft in Österreich unter besonderer Berücksichtigung der Europapolitik: Institutionelle und materielle Rahmenbedingungen. Innsbruck: StudienVerlag.
  • Sergio Pistone und Otto Schmuck (2008): Der Beitrag der Europäischen Föderalisten zum Einigungsprozess. In: Otto Schmuck (Hrsg.): Die Menschen für Europa gewinnen – Für ein Europa der Bürger, In memoriam Claus Schöndube. Bad Marienberg. (S. 93-114)
  • Wilfried Loth (2005): Das Europa der Verbände: Die Europa-Union im europäischen Integrationsprozess (1949-1969). In: Jürgen Mittag und Wolfgang Wessels (Hrsg.): „Der Kölsche Europäer“ – Friedrich Carl von Oppenheim und die Europäische Einigung. Münster: Aschendorff Verlag.