„Reicht das?! Eine Bestandsaufnahme des Diskriminierungsschutzes in Österreich und der EU“
mit Mag.a Sandra Konstatzky | Leiterin der österreichischen Gleichbehandlungsanwaltschaft

Beim ersten Kamingespräch im neuen Jahr freute sich die EFB Oberösterreich über hochkarätigen Besuch aus Wien: Am 6. Februar 2026 erläuterte die Leiterin der österreichischen Gleichbehandlungsanwaltschaft Mag.a Sandra Konstatzky den Status Quo des Diskriminierungsschutzes in Österreich und der EU.

Frau Konstatzky begann mit einem historischen Abriss der emanzipatorischen Bewegungen, welche wesentlich zur Entstehung der Gleichbehandlungsgesetzgebung beigetragen haben. Im nächsten Schritt wurde der Fokus auf die schon vom Gleichbehandlungsgesetz geschützten Lebensbereiche gelegt, wie beispielsweise die Arbeitswelt. Thematisiert wurde jedoch auch, dass einige Dimensionen von Diskriminierung in bestimmten Feldern noch nicht (ausreichend) geschützt werden, wie beispielsweise Diskriminierung aufgrund des Alters. In der anschließenden offenen Diskussion zeigten die über 15 Teilnehmenden großes Interesse und stellten Frau Konstatzky zahlreiche Fragen, unter anderem zur Relevanz geografischer Unterschiede bei der Arbeit der Gleichbehandlungsanwaltschaft (Stadt-Land-Gefälle). Ein besonderer Mehrwert des Kamingesprächs war die Betrachtung der Diskriminierung durch eine europapolitische Brille, wodurch die Rolle der EU bei der Schaffung und Sicherung von Gleichbehandlungsstandards sichtbar wurde. Neben dem Diskussionsinhalt freuten sich die Teilnehmenden auch über zwei Bach-Suiten, gespielt von der Cellistin Pauline Stephan, und einen kleinen kulinarischen Ausklang.

Die EFB Oberösterreich bedankt sich bei allen Vorstandsmitgliedern, der Cellistin Pauline Stephan sowie allen Teilnehmenden für ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung!

Vorfreudig blicken wir schon auf das nächste geplante Kamingespräch am 10. März 2026 mit der Präsidentin der Union Europäischer Föderalisten Ungarn, Frau Eszter Nagy, zur Situation in Ungarn vor der Wahl!