Was bedeutet es, sein Leben der europäischen Idee zu widmen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des literarisch-politischen Abends der Europäischen Föderalistischen Bewegung (EFB) Wien in Kollaboration mit der Europäischen Bewegung Österreich (EBÖ) am 5. Mai 2026 in der Buchhandlung Morawa in Wien.























EFB-Präsident und Europaparlamentarier Lukas Mandl eröffnete den Abend mit einem persönlichen Impuls: Menasse wurde als einer der großen zeitgenössischen Autoren gewürdigt – und die Verbindung seines Werks mit der Idee der europäischen Integration mache Hoffnung.
Robert Menasse, dessen Romane „Die Hauptstadt 2017“ den Deutschen Buchpreis und „Die Erweiterung“ 2023 den Europäischen Buchpreis gewannen, las aus seiner neuen Novelle „Die Lebensentscheidung“. Im Mittelpunkt steht der fiktive Charakter Franz Fiala, ein Beamter der EU-Kommission, der nach jahrzehntelangem Dienst an der europäischen Idee feststellt, dass das Leben von ihm noch eine weitere Entscheidung fordert.
Im Dialog mit Wolfgang Böhm (Die Presse, Träger des Europa-Staatspreises der Republik Österreich) wurde aus Literatur Politik: Ist Europa eine persönliche Überzeugung oder gesellschaftliche Notwendigkeit? Kann man an Europa glauben, ohne es zu romantisieren? Wie kann für die europäische Idee eingestanden werden?
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Österreich statt und zog über 100 Besucherinnen und Besucher an. Es war ein würdiger Auftakt der Europawoche in Wien.